Ratgeber

Ratgeber: Die standesamtliche Trauung

12. Juli 2016
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Die standesamtliche Trauung ist der Teil der Hochzeit,
der eure Ehe vor dem Gesetz schließt.

Und ist die Trauung vollzogen, seid ihr offiziell ein Ehepaar und könnt ganz nebenbei steuerliche Vorteile genießen und Schutz bei Scheidung und Tod des Partners erlangen (Das ist sehr unromantisch, ich weiß! Es gehört aber zur standesamtlichen Trauung dazu und muss nun auch einmal gesagt werden). Doch bis dahin müsst ihr noch einiges beachten in Sachen Anmeldung, Vorschriften und Kosten.

Anmeldung zur Eheschließung, Vorschriften und Kosten

Bei euren Hochzeitsvorbereitungen solltet ihr daran denken, rechtzeitig eure „Anmeldung zur Eheschließung“ für die standesamtliche Trauung einzureichen. Dies sollte etwa 6 Monate vor dem gewünschten Termin beim für euch zuständigen Standesamt geschehen. Die Kosten sind bei jeder Hochzeit unterschiedlich, da sie von verschiedenen Dingen abhängen: Habt ihr alle Unterlagen vorliegen oder müsst ihr noch einiges anfordern? Hat euer Partner einen ausländischen Pass und müsst ihr hierfür noch Unterlagen anfordern? Diese Infos bekommt ihr aber direkt bei eurer Anmeldung vom Standesbeamten mitgeteilt und sobald ihr diese habt, könnt ihr direkt loslegen alles anzufordern was noch fehlt.
Beachtet aber bei eurer Anmeldung: Möchtet ihr an einem bestimmten Tag heiraten, kann es sein, dass es sich um sehr beliebte Termine handelt. Hier müsst ihr also schnell sein und euch rechtzeitig darüber informieren, ob euer Termin überhaupt möglich ist und wenn ja, ab wann ihr euch dafür anmelden könnt. Nicht alle Standesämter schließen Hochzeiten an allen Tagen im Jahr. Und gerade Samstage im Sommer sind ein beliebter Termin. Also: Schnell sein zahlt sich aus! Ebenso wenn es um das Standesamt geht. In vielen Großstädten gibt es mehrere Standesämter, hier müsst ihr euch also informieren welches für euch zuständig ist, bei welchem ihr euch also anmelden müsst und ob ihr euch dann für die Trauung ein anderes aussuchen könnt.

Ihr solltet euch zudem darüber informieren, ob euer Standesamt auch sogenannte „Außentermine“ einräumt. Manche Standesämter bieten dies an, entweder in deren eigenen Außenstellen oder aber auch in von euch angemieteten Locations. Solltet ihr also beispielsweise lieber in einem Lokal am See heiraten wollen, oder aber an einem Ort, der für euch als Paar von Bedeutung ist, könnt ihr dies bei eurem Standesamt in Erfahrung bringen. Vor allem in Großstädten ist dies möglich.

Wenn eure Anmeldung dann einmal gemacht ist, habt ihr natürlich noch weitere Dinge zu überlegen: Wie groß soll eure standesamtliche Trauung sein? Möchtet ihr Trauzeugen haben? Möchtet ihr diese Trauung nur im engsten Familien- und Freundeskreis feiern oder in einer großen Runde? Auch hier spielt das Standesamt als solches eine Rolle, denn meist sind in einigen Standesämtern die Räumlichkeiten eher für kleinere Gruppen ausgelegt. Bedenkt das also bei euren Planungen und eurer Anmeldung.
Zudem könnt ihr bei der Anmeldung auch noch in Erfahrung bringen, ob bei der Trauung gefilmt und fotografiert werden darf und ob eure Gäste Reis oder Blüten streuen dürfen. Dies ist nicht in und vor allen Standesämtern erlaubt, also erkundigt euch hier lieber rechtzeitig und informiert eure Gäste – auch Freunde die vor dem Standesamt auf euch warten und euch in Empfang nehmen wollen nach eurer Trauung.

 

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